Französisches Roulette

Alles auf Weiß

Wer sich nun darüber wundert, warum bei einer Erklärung zum französischen Roulette die Farbe Weiß eine bedeutende Rolle spielt und nicht etwa Schwarz oder Rot, erfährt darüber im nachfolgenden Artikel näheres.

Französisches Roulette

Mathematik ist alles beim Roulette

Obwohl die eigentlichen Ursprünge des Roulettes wohl im, schon seit dem Mittelalter bekannten, Glücksrad zu suchen sind, ist eine Person im besonderen für die Form des französischen Roulettes verantwortlich. Dies war ein Mann mit Namen Francois Blanc und hier ist auch schon des Rätsels Lösung zu finden. Blanc ist das französische Wort für Weiß und gleichzeitig ein häufiger Nachnahme nicht nur in Frankreich. Dieser Francois Blanc, 1806 im französischen Vaucluse geboren, war Mathematiker und entwickelte das Spielfeld des modernen Roulettes. Damals noch mit der Doppelnull, wie sie noch heute im amerikanischen Roulette zu finden ist. Francois war zusammen mit seinem Zwillingsbruder Louis im Bankgeschäft tätig, allerdings waren dies Insidergeschäfte, die schon damals strafrechtlich verfolgt wurden. Nach weiteren Bankgeschäften und Spekulationen in Paris eröffneten die beiden Brüder ein Casino in Luxemburg. Davon ausgehend erfolgte die Gründung der Spielbank in Bad Homburg, wo durch Louis Blanc die Doppelnull abgeschafft wurde, um die Anziehungskraft des Casinos zu erhöhen. Letztlich erhielt Blanc im Jahr 1863 auch die Konzession für ein Casino in Monaco. Die Geschichte lehrt uns, wie sehr dieses Geschäft von Erfolg gekrönt war und ist.

Sicherlich gab es schon vor Francois Blanc verschiedene Versionen des Roulettes, aber erst mit Blanc wurden die heute noch international gültigen Regeln festgeschrieben, die das französische Roulette betreffen.

Der Roulettetisch

Französische Roulette Spieltisch

Französische Roulette Spieltisch

Im klassischen französischen Roulette wird an einem Doppeltisch gespielt. Hierbei befindet sich der Roulettekessel in der Mitte des langen, rechteckigen Tisches und links und rechts davon je ein Spielfeld, aufgebracht auf grünem Tuch, dem Tapis. Für einen solchen Doppeltisch werden acht Angestellte benötigt. Heute jedoch wird überwiegend an Einzeltischen gespielt, wobei sich der Roulettekessel am Kopfende des Tisches befindet und davor das Spielfeld.

Das Spielfeld im französischen Roulette

Das Spielfeld im französischen Roulette setzt sich aus 36 durchnummerierten Feldern zusammen sowie der oben befindlichen Null. Die Zahlen von 1 bis 36 sind abwechselnd in rot und schwarz gehalten, beginnend mit einer roten 1, einer schwarzen 2 u.s.w. Allerdings wird diese farbliche Reihenfolge bei den Zahlen 10 und 28 unterbrochen, trotzdem befinden sich je 18 rote und 18 schwarze Zahlen auf dem Feld.

Zudem ist das Spielfeld in drei Segmente a 12 Zahlen unterteilt, an die sich rechts und links beschriftete Felder anschließen. Diese Felder beinhalten die sogenannten einfachen Chancen und sind mit einem roten oder schwarzen Viereck gekennzeichnet für die Wette auf Farben, der Bezeichnung Impair, franz. für Ungerade, der Bezeichnung Pair für gerade Zahlen, der Bezeichnung Manque für die niedrigen Zahlen 1 bis 18 und der Bezeichnung Passe für die hohen Zahlen von 19 bis 36. Darunter befinden sich auf jeder Seite drei kleine Felder, die für die 12er Zahlenkolonnen von oben nach unten stehen.

Das eigentliche Roulette Spiel

Natürlich ist es das Ziel, die Zahl zu erraten, in die die kleine Kugel fällt, die der Croupier in den sich drehenden Kessel wirft. Das Setzen der Jetons erfolgt vor und während dem Drehen des Kessels und wird mit der Aufforderung „faites vos jeux!“ eingeleitet. Nachdem der Croupier „nichts geht mehr“ oder „Rien ne va plus.“ gerufen hat, dürfen keine Jetons mehr gesetzt werden. An jedem Tisch besteht in der Regel ein Einsatzminimum wie auch ein Maximum.

Welche Wettmöglichkeiten bestehen beim französischen Roulette?

Das französische Roulette besteht aus einfachen und mehrfachen Chancen.
Die einfachen Chancen ermöglichen einen Gewinn in Höhe des Einsatzes. Dazu gehört das Setzen auf die Farben Rot oder Schwarz, sowie auf Pair und Impair, gerade und ungerade Zahlen, Manque und Passe für die niedrigen und hohen Zahlen.

Die mehrfachen Chancen sind weitaus zahlreicher bis hin zum Einsatz auf eine einzelne Zahl. Hier beträgt der Gewinn das 35fache des Einsatzes. Diese Form des Einsatzes wird „Plein“ genannt.

Das Cheval bezeichnet den Einsatz auf zwei benachbarte Zahlen, die Quote beträgt hier 17:1.

Eine Transversale pleine bezeichnet drei Zahlen einer Querreihe wie etwa 13, 14, 15. Bei einem Gewinn winkt die elffache Ausschüttung

Les trois premiers ist von den Gewinnaussichten wie die Transversale pleine, bezieht sich aber nur auf die Zahlen 0, 1 und 2.

Carrè zeigt vier angrenzende Nummern an, also nicht in der mathematischen Reihenfolge, sondern im Viereck angeordnet. Hier bringt ein Gewinn das Achtfache des Einsatzes.
Les quatre premiers erbringt wiederum das Achtfache, gesetzt wird dabei nur auf die Zahlen 0, 1, 2 und 3.

Transversale simple bezeichnet zwei aufeinander folgende Querreihen wie etwa die Zahlen von 4 bis 9. Die Quote dafür liegt bei 5:1.

Douzains oder das Dutzend bezeichnet eines der drei Dutzend, in der das Feld eingeteilt ist.

Dazu gehören 12P, Premier, die Zahlen 1 bis 12, 12M, Milieu, die Zahlen 13 bis24 und 12D, Dernier, die Zahlen 25 bis 36.

Ebenfalls in je ein dutzend eingeteilt sind die Colonnes. Dabei handelt es sich um die Colonnes 34, 35 oder 36, immer ausgehend von der obersten Zahl nach unten. Beide Chancen im Bereich der „Dutzend“ werden im Gewinnfall mit 2:1 honoriert.

Zum französischen Roulette gehören auch die Kesselspiele, dabei handelt es sich um Wetten auf Nummern, die im Roulettekessel nebeneinander liegen. Entweder bestehen dazu extra Spielfelder auf dem Tisch oder der Spieler sagt die jeweilige Wette dem Croupier an.

Zu den Kesselspielen beim französischen Roulette gehören:

Voisins, das Setzen auf eine Zahl mit je vier Nachbarzahlen links und rechts davon.

Zéro-Spiel. Dabei wird auf die jeweils drei Zahlen links und rechts von der Null sowie der Null selbst gesetzt.

Die große Serie. Dabei werden auf siebzehn nebeneinander liegende Zahlen gleichzeitig gesetzt.

Die kleine Serie. Wie bei der großen Serie nur mit 12 Zahlen.

Le orphelins oder die Weisenkinder ist eine Wette auf die acht Zahlen, die nicht zur großen oder kleinen Serie gehören.

Die Finalen sind eine weitere Wette im französischen Roulette, bei der auf Nummern mit gleicher Endziffer gesetzt wird. So etwa auf die 3, die 13, die 23 und die 33.

Die Null oder das Zèro ist eine Besonderheit, die die Gewinnchancen der Bank erhöht. Hier Gewinnen nur die Einsätze, die eine Kombination mit der Null beinhalten. Alle anderen Mehrfachwetten verlieren. Lediglich die Einfachwetten werden für diese Runde eingefroren. Folgt auf die Null noch einmal die Null, werden die Einfachchancen noch einmal eingefroren. Sollte ein drittes Mal Null kommen, sind auch die Einfachchancen verloren. Im anderen Fall wird der Einsatz in der nächsten Runde nach der Null normal gespielt.

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